Kolumne: Schönheit

DSC_0313 (2)Foto:Sarah

Schönheit. Was bedeutet es, „schön“ zu sein? Muss man etwas erfüllen um toll auszusehen? Schlank sein? Dünn – meist zu dünn? Oder stören ein paar Kilo gleich das ganze Bild und man ist nicht mehr schön, sondern nur noch “ Joa – ganz nett!“ … .
Was bedeutet es, jemandem zu sagen „Hey, ich finde, du siehst toll aus. Genau so, wie du bist!“?
Was bedeutet es, jemanden überhaupt sagen zu können, dass man sie oder auch ihn, hübsch/schön findet?  Welche Definition steckt hinter diesem Wort, was manche viel zu ernst nehmen?
Ist es nicht im Aspekt des eigenen Interesses, sich einfach so schön zu fühlen wie man ist oder aber, fühle ich mich erst so, wenn ich die selbe Jacke wie eine größer Bloggerin trage? Den Haarschnitt eines Topmodels trage und nur teure Kosmetikprodukte verwende,um mich damit so zu zukleistern, dass es doch kein Wunder ist, dass die Poren verstopfen?
Eine Jeans von Hilfiger, ein Shirt von YSL und damit dies nicht zu übersehen ist, schön dass Logo vorn herauf klatschen. Bedeutet es, schön zu sein, wenn man wie jemand Großes aussehen will, obwohl man doch so klein ist oder aber bedeutet es schön zu sein, weil man das Geld dazu hat, mehr aus sich machen zu können… . Bewusst, habe ich hier kein Fragezeichen gesetzt. Denn das ist bei weitem keine Frage, sondern ein Gedankenstoss an jeden von uns.
Bilder mit Aufschriften „Du bist von innen schön“ oder aber „es kommt auf die inneren Werte an“ übertrumpfen in der heutigen Zeit das eigentliche Spiel dahinter. Es wird nicht mehr ernst genug genommen. Man nimmt sich selbst, nicht mehr ernst genug. Man möchte nur noch das zeigen, was andere sehen wollen um das „Ideal“ zu sein.

Ich war und bin noch nie ein Mensch gewesen der so etwas „hinterher rennt“. Früher, in der Schulzeit, wurde ich nur gemobbt. Ich trug eben keine – wie sie heute wieder in sind-Adidas Schuhe, die jeder hatte, sondern die, die meine Schwester vor ein paar Jahren aussortiert hat. Und ja, auch so fühlte ich mich schön. Ich, war ICH! Nach und nach lief ich diesen typischen Trends hinterher, nicht, weil ich es wollte, sondern weil ich es musste. Ja ich musste! Denn keiner nahm einen mehr ernst. Selbst Erwachsene schauten einen komisch an. Es wird einem also im wichtigsten Alter seines Lebens ein Ideal eingeredet. Ganz unbewusst. Mit sogenannten “ Trends „. Bist du nichts, hast du nichts. Hast du nichts, zählst du nichts und schön, bist du dann erst recht nicht. Denn wie heißt es so schön? “ Kleider machen Leute!“ Ich habe so einige Zeit darüber nachgedacht und immer wieder stoße ich an einen Punkt, wenn ich durch die Stadt gehe, so durch Läden stöber. Egal in welchen Laden du gehst, achte drauf, die Auswahl ändert sich in den Farben aber nicht im Stil! Hast du deinen Stil gefunden, gehst du immer wieder in die selben Läden. Du fühlst dich gut dabei und gehst mit erhobenen Kopf und neuer Kleidung, mit mehr Selbstbewusstsein aus dem Laden. Zwei Wochen später, fühlst du dich nicht mehr so. Nicht mehr toll. Nicht mehr hübsch. Wieso? Weil der neue Trend kommt. Hast du nicht das Geld ständig up to date zu sein – tja. Dann fühlst du dich auch so.

Wisst ihr wieso ich euch all das sage? Weil es absoluter Schwachsinn ist! IHR SEID SCHÖN, WEIL: ihr, IHR seid! Ihr, Herzensdamen, seid schön mit Kurven. Mit Busen. Mit einer Hose von vor drei Jahren. Mit kurzen Haaren. Langen Haaren. Orangene Haare. Whatever. IHR SEID SCHÖN WENN IHR, IHR SEID! Lasst euch kein Ideal einreden, einbilden und schon gar nicht: lauft nicht mit dem Trend. Er vergeht und euer Selbstbewusstsein gleich mit. Seid ihr selbst. Habt euren eigenen Stil. Fühlt euch toll mit dem was ihr habt. Mit dem, was ihr seid.

 


Dieser Text wurder von Tamara verfasst. Mehr von ihr könnt ihr auf Instagram lesen.
Liebe Tamara, vielen lieben Dank für deine ehrlichen Worte!

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